Für die Bernsdorfer Feuerwehr gibt es bei der Betriebsbegehung des Behälterglasbetriebes OI ein ungewöhnliches Präsent
Ein großes Geschenk mitten im Sommer
Bernsdorf. Ja, ist denn heute schon Weihnachten, hatten sich am Freitagabend die rund 30 Männer der Freiwilligen Feuerwehr von Bernsdorf gefragt, als sie nach der Betriebsbegehung des Behälterglasbetriebes OI (Owens Illinois) von Werkleiter Andreas Sonnenberg ein feuerwehrtechnisches Gerät

erhielten, mit dem sich die Bernsdorfer künftig von anderen Wehren im Landkreis abheben dürften.
Dabei hatte die Betriebsbegehung, zu der die derzeit zehnköpfige Betriebsfeuerwehr des Unternehmens ihre Kollegen seit vielen Jahren alljährlich einlädt, begonnen wie sonst auch. Der Chef der OI-Betriebsfeuerwehr, Christian Hoja, empfing Uwe Weberbauer und seine aktive Truppe am Tor, und auch Bürgermeister Harry Habel war dabei. Was dann folgte, wird im Feuerwehr-Jargon „operativ-taktische Studien” bezeichnet. Hoja machte die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr mit den Neuerungen und Veränderungen im Brandschutz des seit 2004 zum amerikanischen Unternehmen gehörenden Betrieben vertraut.
Schwerpunkt des knapp 45-minütigen Rundgangs waren Stationen wie die Wanne, wo das Glas geschmolzen wird, das Öllager und ein Kartonagelager. Besonderes Augenmerk galt dem im vergangenen Jahr für eine runde Viertelmillion Euro errichteten Wassertank, der 800 Kubikmeter fasst. Im Ernstfall könne man den sofort „anzapfen”, meinte Habel. Bei der OI-Betriebsfeuerwehr, der einzigen von einst insgesamt sechs existierenden Betriebsfeuerwehren in der Stadt, wies man am Freitag auf die gute Zusammenarbeit mit den Kollegen von der Freiwilligen Wehr hin. Am Ende des Rundganges gab es dann ein ganz besonderes Präsent für die Bernsdorfer Wehr: Ein Gerät, mit dem man besonders bei Wohnungs- und Autobränden blitzschnell das Feuer löschen kann. Eine mobile Löscheinrichtung vom Typ IFEX 3000.
Hinter diesem Begriff verbirgt sich ein etwa 75 Zentimeter langes Gerät, das mit sehr hohem Druck Wasser versprüht. „Das Feuer hat da praktisch keine Chance mehr”, schwärmte Christian Hoja von diesem rund 6000 Euro teuren Feuerlöschgerät, dass der Wehr von OI gesponsert wurde. (no)
von RK (Lausitzer Rundschau)
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Quelle Bernsdorfer Spatz Ausgabe Nr.2 Juli 2008
